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Augentraining

Augentraining zur Verbesserung der Sehfähigkeit.

Ich habe hier einige Informationen zum Thema Augentraining zusammengeschrieben. Das ganze fing im FIDO-Netz als Echomail an, als einige Netzteilnehmer mehr zum Thema Augentraining wissen wollten.

Nun tauchte in den Usenetgruppen "de.alt.naturheilkunde" und "de.sci.medizin" das Thema, ich postete diese alte Echomail zu dem Thema, und bat an, bei Bedarf eine Webseite zu dem Thema zu machen. Einige meldeten Bedarf und so habe ich zuerst nur die Echomail hier rein gestellt, nun das ganze aber etwas überarbeitet und einige neue Informationen hinzugefügt.

Ich bitte für Verständnis für die vielleicht etwas unübersichtliche Struktur des Textes, ich müßte das ganze mal komplett überarbeiten und neu strukturieren, anstatt einfach nur etwas hinzuzufügen, aber dazu fehlt mir momentan die Zeit.

Um so wichtiger ist mir das Feedback zu dieser Seite! Also bei Verbesserungswünschen und Kritik bitte mir schreiben!

Hintergrund

Die Idee dahinter ist, dass schlechtes Sehen, also z.B. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus u.ä. oft nicht oder nicht nur erblich bedingt ist, sondern dass unsere Sehgewohnheiten, unsere Ernährungsweise, unsere Lebensweise und unsere psychische Verfassung einen entscheidenden Einfluss auf das Sehen hat.

Das ganze fing an, als ein Augenarzt, Dr. William Bates, sich wunderte warum seine Patienten oft sehr grosse Schwankungen in der Sehfaehigkeit hatten und warum er so oft, nach einer Weile eine neue, stärkere Brille verordnen musste.

Er war der erste, soweit ich weiß, der dachte, das nicht mit Vererbung erklaeren zu koennen und kam auf die Idee, dass eine Verspannung oder ein Schwäche der Augenmuskeln infolge falscher Sehgewohnheiten oder seelischer Spannungen den Augapfel verformt und damit die Fehlsichtigkeit erzeugt.

Er fand einige Methoden zur Therapie heraus. Ein wichtiger Bestandteil ist die Entspannung der Augenmuskeln, ein weiterer das Training der Augenmuskeln und einer der wichtigsten ist Licht, Licht und nochmals Licht und dabei am besten Sonnenlicht.

Gestörte Gleichgewichte

Er entwickelte das Sonnenbaden, das im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt wurde. Der Gedanke dahinter ist, dass es ein Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel geben muss.

Das Sonnenlicht regt die Augen an, "der gespeicherte Sehfarbstoff verwandelt sich dabei in Vitamin A und bioelektrische Energie (Sehkraft)" (Rosenbauer, S.17)

Bei diesem Vorgang wird der Sehfarbstoff Purpur verbraucht. Damit "der Mensch mehr als einmal sehen" kann, braucht es eine Phase der Regeneration, die mit Dunkelheit eingeleitet wird, also z.B. auch bei einem Lidschlag (a.a.O., S.18)

Die Idee dahinter ist ein Gleichgewicht zwischen "sich verausgaben" und "sich regenerieren". Eine Idee, wie sie beim Fasten zu finden ist.

Weiterhin gibt es noch andere Gleichgewichte, die fuer die Augen wichtig sind. Z.B. das Gleichgewicht zwischen Nahe-und-entfernte-Gegenstände-sehen. Die Akkomodation, d.h. die Scharfstellung des Bildes, wird dadurch gefördert, dass man möglichst oft die Blickperspektive wechselt.

Die Bedeutung von Farben

Ein anderes Gleichgewicht entsteht durch Farbe und Komplementärfarbe, ähnlich wie Licht und Dunkelheit loesen sie verschiedene Vorgaenge auf der Netzhaut aus. Daher kann man auch Farben zur Therapie einsetzen.

Ein wichtiger Punkt, was Farben betrifft, ist die Unterscheidung zwischen monochromatischen und polychromatischen Farben. Monochromatische bestehen aus einer Wellenlaenge. Diese Farben sind knallbunt, das Auge muss nichts tun um die Farbe wahrzunehmen. Aber diese Farben werden nach einer Weile eintönig und fordern das Auge nicht zu Eigenaktivitaet heraus.

Anders ist das bei polychromatischen Farben, wie sie in der Natur anzutreffen sind. Diese Farben bestehen aus vielen Wellenlaengen und der Farbeindruck ergibt sich nur, wenn sich das Auge durch kleine sakkadenartige, blitzschnelle Bewegungen den Gesamtfarbeindruck zusammensucht.

Hypnose als Therapiemethode

Lisette Scholl hat sich auch stark mit dem Augentraining beschaeftigt und sich geaergert, dass es so lange dauert, bis man einen wirklichen und vor allem dauerhaften Erfolg bekommt.

Sie entdeckte, dass die reine Änderung der Sehgewohnheiten und das bewusste Sehtraining oft nicht ausreicht. Ihr geht es darum, auch das Unbewusste von den neuen besseren Sehgewohnheiten zu ueberzeugen. Und da sieht die die Hypnose als eine ideale Methode an, um das zu erreichen. Wer nicht wirklich daran glaubt, wieder besser sehen zu können, wird oft erfolglos trainieren.

Psychische Faktoren

Gut, noch was zu psychischen Faktoren. Einmal sind es Stress und Hektik, die Verspannungen erzeugen, andererseits können aber auch tiefe unbewußte emotionale Konflikte dafür sorgen. Auch wenn man als Kind mal etwas nicht sehen durfte, kann das sich negativ auf die Sehfähigkeit auswirken. Es gibt sogar Fälle von hysterischer Blindheit.

Schlechte Sehgewohnheiten

Schlechte Gewohnheiten hängen damit zum Teil zusammen. Einmal die viele Bildschirm- und Büroarbeit, die meist nur sehen auf kurze Distanz erfordert. Und dann die Tendenz zum analytischen Erfassen und scharfen Sehen, der harte Blick sozusagen, die bei uns vorherrscht.

Der weiche Blick, bei dem es nicht so darauf ankommt, wirklich alles scharf zu sehen, sondern das ganze mal zu sehen, wenn auch etwas verschwommen, kommt immer seltener vor. Zum Teil führt vielleicht auch unser überzogener Anspruch, immer total scharf und genau sehen zu können dazu, dass wir schlechter sehen, uns selbst also damit schon unter Druck setzen.

Kein Mensch, kein Sehsystem, und das sind nicht nur die Augen, sondern auch Nervenbahnen und Gehirn, kann ständig scharf sehen.

Ernährung

Anders als viele andere Autoren zu diesem Thema zeigt Dr. Patricia Bragg auf, dass auch falsche Ernährung den Augen sehr schaden kann. Sie vertritt mehr als andere einen Ansatz, der nicht nur direkt auf die Augen zielt, sondern den Körper als Ganzes sieht. Wenn es dem Körper nicht gut geht, dann kann es den Augen auch nicht gut gehen. Ihrer Meinung nach essen wir zu viel tote, denaturierte Nahrung, zu wenig Rohkost, zu wenig naturbelassene Produkte.

Sie geht aber auch auf jede Menge weitere Aspekte ein, wie die Körperhaltung, der positive Einfluss frischer Luft, der positiver Einfluss täglicher Bewegung usw.

Keine Brille mehr tragen?

Eine weitere schlechte Gewohnheit ist dann, die Brille in jeder Situation zu tragen. Besser ist es, die Brille so wenig wie möglich zu tragen. Denn die Brille korrigiert nur ein Symptom und das Gehirn gewöhnt sich da dran und bemüht sich dann gar nicht mehr besser zu sehen, bzw. das Sehen verschlechtert sich noch, da die Verspannung verstärkt und gefördert wird, und die Augenmuskeln noch weniger positiv gefordert werden.

Allerdings muß ich hier dazu sagen, daß das nicht von allen Autoren von Büchern zum Augentraining so gesehen wird. Dr. Patricia Bragg beispielsweise hält nicht viel von den Leuten, die jede Fehlsichtigkeit als erworben ansehen. Sie hält vererbte Fehlsichtigkeit für möglich und bei einer solchen sei es kontraproduktiv, auf die Brille zu verzichten. Sie behauptet weiterhin, aufgeschlossen Augenärzten sei es mittlerweile möglich, zwischen einer vererbten und einer durch falsche Gewohnheiten oder seelische Probleme erworbenen Fehlsichtigkeit zu unterscheiden. Ich persönlich kann mir das allerdings nicht so ganz vorstellen. Möge jeder sich dazu seine eigene Meinung bilden.

Ich denke, es ist jedenfalls wichtig, die Brille dann zu tragen, wenn man durch das Nichttragen einer Brille sich oder andere gefährdet, also z.B. beim Autofahren.

Persönliche Erfahrungen

Ich trage meine Brille äußerst selten und das führte bisher zumindest dazu, daß sich mein Sehen nicht weiter verschlechtert hat, wie das meist üblich ist.

Ich habe auch schon bemerkenswerte Erfolge mit dem Augentraining gehabt, z.T. Hinweisschilder gesehen, die ich mit meinem 1.25/1.75 Dioptrien nicht mehr hätte sehen können. Es gab Momente, kurze Momente bisher leider nur, da hatte ich das Gefühl zu sehen zu können, wie ich es vorher ohne Brille konnte. Leider ist mir bislang nicht gelungen, diese kurzen Momente zu verlängern.

Kurse bei Krankenkassen

Ich hatte mal einen Kurs bei der DAK besucht, der von Herrn Hätscher-Rosenbauer geleitet wurde. Ich fand das wunderbar, auch von der Krankenkasse, daß sie diesen Kurs für DAK-Mitglieder kostenlos anbot. Leider wird die Gesundheitsdeform von Herrn Seehofer meines Erachtens dazu führen, dass Krankenkassen solche Kurse nicht mehr anbieten können.

Umdenken?

Es findet ein Umdenken statt und ich denke, das ist auch überfällig. Augentraining wird nicht mehr einfach nur als Scharlatanerie gesehen und meine eigenen Erfahrungen bestätigen mir persönlich, daß da was dran ist.

Allerdings wird das Augentraining von vielen immer noch nicht gerne gesehen. Vor allem die optische Industrie, die Brillenhersteller und zu einem Teil auch konventionelle Augenärzte dürften noch eine ganze Menge gegen diese neue Sicht vom Sehsystem und vom Sehen einzuwenden haben, z.T. schon aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Sehen zu 90% ein geistiger Vorgang

Das Sehen ist zu 90% ein geistiger Vorgang und das ist genau der Punkt, wo das Sehtraining ansetzt. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit ja größ, daß eine Fehlsichtigkeit oft etwas mit der geistigen Einstellung zum Sehen zu tun hat.

Literatur

Dr. Patricia Bragg Gesunder Körper - Gesunde Augen Ritterhude 1994 1. Aufl.
Wolgang Hätscher-Rosenbauer Augentraining mit Farbtherapie
Besser sehen durch 10-Tage-Programm
Augsburg 1993 1. Aufl.
Die 3-D Sehschule
Schritt für Schriit entspannter, farbintensiver und plastischer sehen
Zug, Schweiz 1995 1. Aufl.
Lisette Scholl Das neue Augentraining
Der ganzheitliche Weg zur Verbesserung der Sehfähigkeit.
München 1994 1. Aufl.

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