Zurück - Hauptseite - Meine neue Webseite

Ich liebe mich selbst! oder: Wie soll Selbstverleugnung, Selbstüberwindung zu Gesundheit führen?

Wie immer freute ich mich schon sehr auf die neue Ausgabe von "Natürlich Leben". Es macht mir immer wieder Mut, eure Zeitschrift zu lesen. Doch das Editorial von "Natürlich Leben" Nr. 2/99 und auch einige andere Textstellen ließen meine Alarmglocken laut schrillen. Ich werde jetzt - inspiriert von Franz Konz - ganz offen schreiben.

Ich habe meine Ernährung auf Rohkost - einer Mischung von viel UrMethodik und allem, was ich zum Thema Rohkost gelesen habe und gut fand - umgestellt. Und trotzt einiger Rückfälle bin ich bis jetzt immer dabei geblieben. Aber mit Verlaub: Dies habe ich nicht geschafft, weil ich mich selbst verleugnet habe! Dies habe ich geschafft, weil ich mich selbst geliebt habe.

Und jetzt lese ich im Editorial von Selbstbe-herr-schung, Selbstverleugnung und Überwindung! Ja, in der Tat überwinden muß man so Einiges, will er von seiner bisherigen Schlecht-Ernährung auf Rohkost umsteigen. Überwinden muß derjenige vor allem eins: seine schlechten Eß- und Lebensgewohnheiten. Überwinden darf derjenige aber eines auf gar keinen Fall: sich selbst.

Warum? Weil jeder Krieg gegen das eigene Selbst grausam ist, Böses erzeugt und zwangsläufig scheitern muß. Wir können nicht gegen unsere wahre Natur kämpfen, gegen unsere Eß- und Liebesbedürfnisse. Wir dürfen es nicht tun, wenn wir nicht zu seelischen Invaliden werden wollen. Und erleichternd: Wir müssen es auch gar nicht tun, es hindert uns nur, das zu tun, was wir tun wollen - nämlich auf eine gesunde Lebensweise umsteigen.

Denn unser echtes Selbst - also, das was übrig bleibt, wenn wir alle Er-ziehung im Sinne von Selbstunterdrückung über Bord geworfen haben: unsere schlechten Eßgewohnheiten und das andauernde Verleugnen unserer Fähigkeit und unseres Bedürfnisses zu lieben - steht nicht im Widerspruch zur UrMethodik. Das kann auch gar nicht sein. Warum sollte Gott, oder warum sollte die Natur Menschen schaffen, die dann um im Einklang mit der Natur, mit Gott zu leben, sich selbst unterdrücken müssen?

Warum sollte Gott, wenn er denn ein guter und liebender Gott ist, von uns diese Selbstquälerei verlangen? Warum sollte die Natur uns unser Leben so schwer machen? Warum sollte die Evolution auf diese offensichtliche Weise versagen? Und wie sollen diejenigen, die auf diese Weise zur Rohkost gekommen sind, jemals ein wirklich glückliches Leben führen können?

Wer sich nicht aus eigenem freien Willen und im Einklang mit seinen Gefühlen zur Rohkost bekennt, der wird irgendwann scheitern und zur Schlechtkost zurückkehren oder ein Leben lang ein Gesicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln machen. Das ist zumindest meine Überzeugung.

Wer sich dagegen im Einklang mit sich selbst, sich selbst liebend zur Rohkost bekennt, dessen Ernährungsumstellung hat eine stabile emotionale und seelisch-geistige Basis. Wer Zwang gegen sich selbst braucht, um bei der Rohkost zu bleiben, der macht irgend etwas falsch! Wer Wildkräuter nur ißt, weil ihn ständig das eigene schlechte Gewissen jagt, der hat meines Erachtens die UrMethodik nicht verstanden. Wer Wildkräuter ißt, weil sie gut schmecken, weil er spürt, daß sie gut für ihn sind, hat kapiert, was Sache ist.

Sich selbst zu lieben bedeutet hierbei nicht, egoistisch zu sein. Im Gegenteil: Wer sich selbst liebt, wird auch andere Menschen lieben, wird Tiere, Pflanzen, Erde, Luft, Wasser und Gott lieben - und umgekehrt. Wer sich selbst liebt, hat es auch nicht nötig, die eigenen Bedürfnisse über die aller anderen Wesen zu stellen oder andere Wesen zu missionieren. Wer sich selbst liebt, kann seine Überzeugungen vermitteln, ohne andere zu irgendetwas zu zwingen.

Selbst, wenn mensch seine eigene Lebensweise und Ernährung im Einklang mit sich selbst verändert, wird er/sie in der Regel auf Widerstände stoßen. Diese kommen aber nicht aus dem unverfälschten, natürlichen Selbst, sondern sie kommen von Er-ziehung, Medien, Ärzten und Gesundheitslügnern. Sie kommen daher, daß der betreffende Mensch irgendwann gelernt hat, die eigenen natürlichen Bedürfnisse zu regeln, zu verschieben und teilweise zu unterdrücken, um in der un-natürlichen Menschen-Welt überleben zu können. Wie soll sich denn ein Säugling - dauerhaft erfolgreich! - dagegen wehren, wenn ihm seine Eltern Fertigbrei in den Mund schieben? Das kleine natürliche, das Gott noch ganz intensiv wahrnehmende Menschenwesen hat nicht den Hauch einer Chance: Liebe ist mit Essen gekoppelt. Das kleine Menschenwesen kann nicht riskieren, die Liebe seiner Eltern zu verlieren, denn sonst stirbt es.

Unsere Aufmerksamkeit richte sich also nicht darauf, wie wir uns selbst das Leben zur Höllle machen können - Gott hat die Hölle nicht erfunden, wir waren es. Achten wir lieber auf diese frühen Konditionierungen und die späteren Gesundheitslügen, die gezielte Desinformation, der vorgeschobenen Bequemlichkeit, nichts mehr zu hinterfragen. Hinterfragen wir die Lügen von Ärzten und Industrie, von Wissenschaftlern und Managern, die kein Interesse daran haben, daß wir glücklich sind. Ein großer Teil unseres Wirtschaftssystems basiert darauf, natürliche Bedürfnisse scheinbar (!) zu befriedigen. Es geht nicht darum, unseren wahren Hunger zu stillen. Nur, wenn die Menschen wirklich unzufrieden bleiben, werden sie weiter die vielen überflüssigen Produkte der Industrie kaufen. Nur, wenn Menschen nicht wirklich zufrieden im Einklang mit der Natur leben können, lassen sie sich leicht kontrollieren.

Fangen wir an zu sagen: "ICH WILL NICHT!" Ich will nicht, diesen ganzen Pharma-Dreck, ich will nicht, daß Tiere für mich ermordet werden, ich will nicht ... Und noch viel wichtiger zu sagen: "ICH WILL UrMethodik!", "ICH WILL eine bessere Welt!", ich will ... Aber nicht, weil es mir irgendjemand eingeimpft hat, sondern weil ich selbst davon überzeugt bin, daß es für mich und alle anderen Wesen das Beste ist.

Üben wir das zu leben, was wir sind und sein wollen. Ich kann mir keinen Menschen vorstellen, für den natürliche Nahrung schlechter ist als Industrie-Totkost. Und ich kann mir keinen Menschen vorstellen, dem, wenn er ehrlich ist, natürliche Nahrung nicht besser schmeckt als die fade Fertigsuppe - vorausgesetzt, er hat seinem natürlichen Geschmackssinn eine Chance gegeben, wieder wirksam zu werden. Einziges Hindernis sind die Blockierungen und die Lügen in uns selbst, die andauernden Selbstvorwürfe, die uns die Kraft nehmen für ein besseres Leben zu kämpfen, und die Selbstverleugnung, die es erst möglich machte, daß wir unsere natürlichen Bedürfnisse mit den Füßen treten.

Es gibt keinen Antichrist: Es gibt nur Wesen, die sich selbst nicht mehr lieben. Böses ist immer das Ergebnis einer Entscheidung, die ein Wesen getroffen hat, dem Gott die Freiheit schenkte, sich selbst zu entwickeln und dabei auch Fehler zu machen. "Das Böse ist nur eine Art Ungeschicklichkeit." (Bertolt Brecht)

Üben wir uns in Geschicklichkeit!

So, fertig ;-). Nun nocein paar Literaturhinweise:


Kontakt - Stand: 12.6.1999 - Eingerichtet: 12.6.1999
Made with Amiga Diese Webseiten entstanden komplett auf einem Amiga-Komputer!
Überarbeitet und teilweise an XHTML angepasst unter Debian Linux.
Hinweis: Dies ist meine alte Webseite. Ich pflege Inhalte meiner alten Webseite nicht mehr. Zur neuen Webseite.
Note: This is my old homepage. I do not update its contents anymore. Visit my new webpage.