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Protestbrief von 4/96

Verschickt am 24.4.96!

Deutsche Telekom
Niederlassung 3
Danziger Platz 12
60314 Frankfurt

Betreff: Umfassender Protest gegen völlig überhöhte Telefonrechnung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe gerade eben meine Telefonrechnung für 4/96 aus dem Briefkasten geholt, und bin fast vom Hocker gefallen! 195,88 DM! Das ist

  1. 100% mehr als vergleichbare Telefonrechnungen vor der Tarifdeform, also so viel, daß ich nicht glauben kann, daß selbst nach den neuen Tarifen ein so hoher Betrag zustandekommt, da ich viele Möglichkeiten zur Kostenreduktion wie z.B. erst nach 21 Uhr in Internet kompromißlos nutze und somit rein rechnerisch höchstens ein Mehrbetrag von etwa 33% zumindest im Citybereich (12 Minuten 23 Pf = 8 Minuten 24 Pf) zustandekommen dürfte. Und der Citytarif ist bei mir der meist genutzte Tarif.
  2. unabhängig davon, sowieso zu viel, weil dies nicht annähernd ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis darstellt. Es kann irgendwo nicht sein, daß ich fürs Telefon und Modem im Monat fast schon mehr Geld ausgeben muß, als für meine Lebenshaltungskosten wie Verpflegung, Kleidung usw. und fast halb so viel wie meine Miete. Im Prinzip kann ich dafür nur noch das Wort Ausbeutung finden.

Deshalb lege ich doppelten Widerspruch gegen diese Telefonrechnung ein, und zahle unter besonderem Vorbehalt. Ich verlange, daß

  1. ich meinen Einzel-Verbindungsnachweis, der mir nach dem Umzug trotz Zusicherung, er bleibe bestehen, weil die Nummer gleich bleibt, nicht mehr geschickt wurde, wieder erhalte,
  2. alle nicht versäumten EVNs nachgeliefert werden! Hierbei handelt es sich um den Zeitraum 1996 bis jetzt und zumindest Dezember 95.
  3. SOFORT, GLEICH, GESTERN, ALSO SO BALD WIE MÖGLICH, wieder faire, gerechte und sozialverträgliche Tarife eingeführt werden.
  4. Entsprechende Rückzahlungen von Teilbeträgen überhöhter Telefonrechnungen stattfinden. Dabei habe ich in meinem Fall besonders die Telefonrechnung 4/96 im Auge.

Solange Sie nicht auf alle diese Forderungen in angemessener Weise eingehen, werde ich Ihnen, soweit ich dies als kleiner Privatkunde kann, soviel Steine in den Weg legen wie möglich. Vielleicht ist es nicht viel, was ich tun kann, aber Sie sollten sich sehr gut überlegen, ob sie weiterhin immer mehr Telekomkunden verärgern wollen. Die Quittung dafür bekommen sie spätestens nach der Freigabe für andere Telekommunikationsgesellschaften.

Dieser Brief an Sie wird aller Voraussicht nach, wie die anderen Briefe an Sie vorher auch, auf meiner Internet WWW-Homepage, URL: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~steigerw, erscheinen, damit auch andere erfahren, wie unzufrieden ich bin. Weiterhin werde ich ihn wohl in entsprechenden Newsgroups posten. Weiterhin behalte ich mir vor, den Brief bei nicht angemessener Reaktion von Ihnen, überall dorthin zu schicken, wo Interesse für sowas bestehen könnte.

Dieser Brief ist nicht darauf getestet, ob er rechtlich Hand und Fuß hat. Aber Sie sollten in dennoch unbedingt ernstnehmen, wenn Ihnen Ihre Kunden was wert sind.

Mit Grüßen,


Kontakt - Stand: 1.5.96 - Eingerichtet: 1.5.96
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